Psychoanalyse/Psychoanalytische Psychotherapie

Im Rahmen einer Psychoanalyse oder einer psychoanalytischen Psychotherapie kann durch Einsicht und emotionalem Verständnis zugrundeliegender, zum Teil unbewusster Ursachen einer Symptomatik oder eines Leidenszustandes, dieses psychische und gegenbenenfalls auch körperliche Leiden verringert und im Idealfall aufgelöst werden.

 

Wesentlich für Veränderung ist der emotionale Zugang zu schwierigen Bereichen des eigenen seelischen Erlebens, sowie ein Verständis dafür, warum etwas so geworden ist, wie es gegenwärtig Schwierigkeiten bereitet. Große Bereiche unseres Erlebens sind uns nicht – jedenfalls nicht zu jeder Zeit – bewusst, und somit einer direkten Veränderung nicht zugänglich.

 

Häufig zeigen sich gerade in Beziehungen schon lange verankerte Muster, welche unter Zuhilfenahme des Verstehens im Rahmen der psychotherapeutischen Beziehung schrittweise und durch wiederholtes Durcharbeiten verändert werden können. Verstehendes Klären und Deuten von bestimmten Aspekten der Beziehung zur Psychoanalytikerin kann ein wesentliches Hilfsmittel sein.

 

Vor allem bei chronischen Schwierigkeiten im Bereich von privaten Beziehungen oder im Arbeitskontext, sowie auch bei lang andauernden oder immer wieder kehrenden psychischen oder psychosomatischen Problemen, können durch eine Psychoanalyse substantielle Veränderungen erfolgen. Die Verbesserung oder Auflösung von Symptomen erfolgt dabei über zugrundeliegende Persönlichkeitsveränderungen, wodurch die Nachhaltigkeit der Veränderungen gewährleistet ist.

 

Das „Hier und Jetzt“, die gegenwärtige Situation, spielt eine wesentliche Rolle, darüber hinaus ist aber auch die Rekonstruktion von Vergangenem, von der eigenen Lebensgeschichte entscheidend.

 

Die Stunden finden im Falle einer Psychoanalyse in der Regel 4 Mal wöchentlich statt, in Ausnahmefällen auch 3 oder 5 Mal wöchentlich. Die Patientin liegt dabei auf der Couch und spricht im Idealfall über alles, was ihr einfällt, die Analytikerin sitzt dahinter, außerhalb der Sichtweite der Patientin, im Zustand der „freischwebenden Aufmerksamkeit“ nimmt sie all das war, was kommuniziert wird. Auch jene Aspekte des psychischen Ausdruckes können mit einbezogen werden, welche im üblichen Kontakt verloren gehen würden, was diese Behandlungsform besonders wertvoll macht.

 

Im Falle einer psychoanalytischen Psychotherapie finden die Sitzungen üblicherweise 2 Mal wöchentlich statt, im Ausnahmefall nur 1 Mal wöchentlich. Patientin und Analytikerin sitzen sich hierbei gegenüber. Häufig sind bei dieser von der klassichen Psychoanalyse etwas abgewandelten Behandlungsform alltägliche Belange stärker im Vordergrund.

 

© 2018 by Dr. Ulrike Benal